„Ich begann, wieder zu mir selbst zu finden“ – Ericas Geschichte über das Leben mit chronischen Schmerzen
Jahrelang lebte die 40-jährige Erica Askolin mit chronischen Schmerzen, die ihr gesamtes Leben bestimmten. Die Schmerzen, die nach einem Sturz begannen, veränderten ihren Alltag und ihre Zukunft grundlegend.
Vor ihrer Verletzung arbeitete Erica als Musicaldarstellerin und Bühnenkünstlerin. Doch mit zunehmenden Schmerzen und nachlassender körperlicher Belastbarkeit musste sie den Beruf aufgeben, den sie liebte. Heute absolviert sie im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation eine Ausbildung zur Kulturmanagerin und bereitet sich auf einen neuen beruflichen Weg vor.
„Mit meiner heutigen körperlichen Verfassung kann ich nicht mehr als Bühnenkünstlerin arbeiten. Umso dankbarer bin ich, dass ich einen neuen Beruf erlernen durfte.“
Als der Schmerz den Alltag bestimmte
In den schwersten Phasen beeinflussten die Schmerzen jeden Bereich ihres Lebens. Hinzu kam ein ausgeprägter Brain Fog, der das Konzentrieren erschwerte und selbst einfache Alltagsaufgaben zur Herausforderung machte.
„Ich war praktisch ein lebender Zombie.“
Die Schmerzen waren ständig präsent, und heftige Schmerzattacken konnten ohne jede Vorwarnung auftreten. Manchmal gaben ihre Beine plötzlich nach, und selbst alltägliche Aufgaben wurden überwältigend.
„Ich konnte nicht einmal eine einzige Seite lesen. Während einer Schmerzattacke fühlte sich sogar das Beantworten einer einfachen SMS unmöglich an.“
Um den Alltag zu bewältigen, war Erica auf persönliche Assistenz und verschiedene Rehabilitationsmaßnahmen angewiesen. Trotzdem hatte sie lange Zeit das Gefühl, jeden Tag lediglich irgendwie überstehen zu müssen.
Eine neue Möglichkeit der Schmerzbehandlung
Bevor Erica mit der Sooma-tDCS-Therapie begann, hatte sie bereits gute Erfahrungen mit einer rTMS-Behandlung gemacht. Als diese Therapie endete, empfahl ihr Schmerztherapeut, die Sooma-Therapie in ihr bestehendes Behandlungskonzept zu integrieren.
„Mein Arzt war immer auf der Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten. Ich habe ihm vollkommen vertraut und war bereit, alles auszuprobieren, was helfen könnte.“
Da die Behandlung bequem zu Hause durchgeführt werden konnte, ließ sie sich problemlos in ihren Alltag integrieren. Erica absolvierte ihre Sitzungen meist abends vor dem Schlafengehen.
„Das passte perfekt zu meinem Tagesablauf, weil mich die Behandlung entspannt und müde macht. Ich habe das Sooma-Gerät sogar mit in die Flitterwochen in die norwegischen Berge genommen.“
Klarer denken und den Alltag zurückgewinnen
Zu den ersten Veränderungen gehörte, dass der Brain Fog langsam nachließ.
„Endlich wieder eine ganze Seite lesen zu können, war für mich ein riesiger Meilenstein.“
Die verbesserte Konzentrationsfähigkeit machte sich schnell im Alltag bemerkbar. Behördengänge und Papierkram wurden einfacher, und nach und nach konnte Erica ihr Studium wieder aufnehmen.
Auch wenn sie ihr Studium mit individuellen Anpassungen und technischen Hilfsmitteln absolvierte, konnte sie ihren Abschluss Schritt für Schritt weiterverfolgen.
„Ich konnte mich viel länger konzentrieren als früher. Erst dadurch wurde Studieren wieder möglich.“
Außerdem bemerkte sie, dass die spontanen Schmerzattacken, die früher ohne erkennbaren Auslöser auftraten, deutlich seltener wurden.
Schritt für Schritt zurück zu sich selbst
Chronische Schmerzen gehören zwar weiterhin zu Ericas Leben, dennoch hat sich ihre Lebensqualität und ihre Selbstständigkeit nach eigener Einschätzung deutlich verbessert.
Auf die Frage, wie sich diese Veränderungen angefühlt haben, antwortet sie ohne zu zögern:
„Ich hatte das Gefühl, langsam wieder zu mir selbst zu finden. Sogar mein Mann bemerkte, dass meine Mimik zurückgekehrt war.“
„Irgendwo hinter diesem Zombie konnte ich langsam wieder die Person erkennen, die ich einmal gewesen war.“
Nicht alle Symptome verschwanden. Doch nach und nach kehrten die Dinge in ihr Leben zurück, die durch die Schmerzen lange in den Hintergrund gedrängt worden waren.
„Es lohnt sich immer, es zu versuchen“
Heute leitet Erica Selbsthilfegruppen für Menschen mit chronischen Schmerzen und tauscht sich regelmäßig mit Betroffenen aus, die nach Möglichkeiten suchen, ihren Alltag zu verbessern.
Ihre Botschaft ist klar:
„Es lohnt sich immer, es zu versuchen. Man weiß nie, was einem persönlich helfen wird.“
Für Erica besteht eine erfolgreiche Schmerztherapie oft aus mehreren Bausteinen. Sie wünscht sich, dass Betroffene künftig leichter Zugang zu nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten erhalten.
„Meiner Meinung nach sollten wir viel häufiger nicht-medikamentöse Therapien und innovative Behandlungsmöglichkeiten anbieten. Medikamente allein helfen nicht jedem ausreichend. Ich habe nie ein Schmerzmittel gefunden, das bei mir wirklich wirkte. Deshalb mussten meine Ärzte neue Wege gehen. Heute gehören neben Wasserphysiotherapie und häuslicher Rehabilitation auch tDCS, rTMS und der Mollii-Anzug zu meiner Schmerztherapie. Genau diese Kombination hilft mir.“
Die Sooma-Therapie ist bis heute ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags.
„Eine wirksame Schmerztherapie gibt mir Sicherheit und Unterstützung im täglichen Leben.“