Pflegekraft Ella Keski-Rahkonen schätzt eine Behandlung, die in den Alltag passt
Ella Keski-Rahkonen lernte die Sooma-Therapie auf einer psychiatrischen Station des Universitätsklinikums Turku in Finnland kennen. Damals absolvierte sie ein Pflegestudium und brachte bereits eine abgeschlossene Ausbildung im Pflegebereich mit. Nach ihrem Praktikum blieb sie als Pflegekraft auf der Station und arbeitete dort insgesamt mehr als ein halbes Jahr.
Junge Erwachsene begegneten der Behandlung offen
Die Patientinnen und Patienten, die Ella bei der Sooma-Therapie begleitete, waren junge Erwachsene, manche gerade einmal 18 Jahre alt. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr deren Offenheit: Sie hörten dem Behandlungsteam aufmerksam zu und waren bereit, die angebotene Therapie auszuprobieren.
Auch wenn die Behandlung zunächst ungewohnt gewirkt haben mag, erlebte Ella die jungen Erwachsenen als aufgeschlossen. Sie selbst empfand die Anwendung im Pflegealltag als unkompliziert.
Auf der Station betreute Ella Menschen in schwierigen Lebenssituationen, deren Genesung Zeit brauchte. Ihre Erfahrungen mit Sooma sammelte sie vor allem bei der Durchführung der Behandlung und der täglichen Begleitung der Patientinnen und Patienten.
Warum die Behandlung zu Hause so wertvoll sein kann
Obwohl Ella Sooma im Krankenhaus kennenlernte, schätzt sie besonders die Möglichkeit, die Therapie auch zu Hause durchzuführen. Für sie ist es wichtig, dass sich eine Behandlung gut in den Alltag integrieren lässt.
„Die Sooma-Therapie ist einfach anzuwenden und lässt sich gut in den Alltag einbinden.“
Wer eine schwierige Zeit durchlebt, dem kann eine vertraute Umgebung viel bedeuten. Ella betont, dass das eigene Zuhause für viele Menschen der Ort ist, an dem sie sich am sichersten fühlen.
„Ich finde es wunderbar, dass eine solche Behandlung auch zu Hause möglich ist.“
Mehr Verständnis, weniger Vorurteile
Ella wünscht sich, dass Menschen mit psychischen Belastungen auf Verständnis stoßen, ohne verurteilt zu werden. Sowohl im Alltag als auch im Berufsleben hat sie erlebt, dass ihre Schwierigkeiten nicht ernst genommen werden. Deshalb hält sie es für wichtig, offener über psychische Erkrankungen sprechen zu können.
Dieselbe Offenheit wünscht sie sich auch gegenüber unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten. Ihrer Ansicht nach sollte eine Therapie nicht allein deshalb abgelehnt werden, weil sie ungewohnt aussieht oder eine neue Routine erfordert. Entscheidend ist, ob sie einem Menschen helfen kann, sich besser zu fühlen.
„Wenn es einem hilft, sich besser zu fühlen – was macht es dann schon, dass man eine Haube trägt?“