Vilis Erfahrungen mit der Behandlung von Depressionen: „Ich konnte mich zu nichts aufraffen – jetzt studiere ich und arbeite wieder im Wald“
Depressionen begleiten ihn seit seiner Kindheit
Vili ist ein 48-jähriger Gefängniswärter, der sein ganzes Erwachsenenleben gearbeitet hat. Depressionen begleiten ihn seit seiner Kindheit, und bei ihm wurde eine mittelschwere Depression diagnostiziert.
Auch wenn sich das Leben oft schwer und anstrengend anfühlte, blieb die Arbeit eine wichtige Quelle der Struktur. Sie gab seinen Tagen einen Rhythmus – einen stabilen Halt im Alltag.
Wenig Energie, aber Routinen hielten ihn aufrecht
Bevor er mit der Sooma-Therapie begann, fühlte sich der Alltag überwältigend an.
„Ich hatte eigentlich keine Energie, irgendetwas zu tun“, sagt Vili.
Trotzdem arbeitete er weiter, da es ihm half, eine gewisse Routine aufrechtzuerhalten. Im Laufe der Jahre hatte er mehrere Antidepressiva ausprobiert, doch sie verbesserten seinen Zustand nicht wesentlich.
Veränderungen stellten sich überraschend schnell ein
Nach ein bis zwei Wochen begannen Menschen in seinem Umfeld, eine Veränderung zu bemerken.
„Mein Therapeut und meine Mutter sagten, ich wirke energiegeladener und sei besser gelaunt“, erinnert sich Vili.
Er selbst bemerkte die Veränderungen etwas später. Seine Gedanken wurden klarer, und er fühlte sich geistig leichter. Auch sein Schlaf verbesserte sich, und er begann wieder zu träumen – etwas, das lange nicht mehr vorgekommen war.
Energie für Arbeit und Studium
Im Laufe der Behandlung kehrte seine Energie allmählich zurück. Vili stellte fest, dass er Aufgaben bewältigen konnte, die ihm zuvor zu anstrengend erschienen waren.
Er begann wieder, im Wald seines Vaters zu arbeiten, und bewarb sich für ein Studium der Sozialarbeit. Heute studiert er in einem flexiblen Fernstudienprogramm.
„In diesem Frühjahr hatte ich mehr Energie als zuvor – so viel, dass ich sogar darüber nachgedacht habe, ein weiteres Studium zu beginnen.“
Eine veränderte Selbstwahrnehmung
Eine der bedeutendsten Veränderungen betraf die Art und Weise, wie Vili sich selbst wahrnahm.
„Irgendwann wurde mir klar, dass das Bild, das ich von mir hatte, nicht mehr der Realität entsprach“, sagt er.
Diese Entwicklung hin zu einem positiveren Selbstbild war für ihn ein wichtiger Schritt in seiner Genesung.
Kleine Fortschritte zählen
Anfangs hatte er leichte Hautirritationen, hauptsächlich weil er die Kochsalzlösung nicht richtig abgespült hatte. Mit zunehmender Routine verschwand dieses Problem.
Heute ist die Behandlung ein fester Bestandteil seines Tages.
„Während der Behandlung lese ich etwa 30 Minuten. Das ist zu einem festen Teil meines Alltags geworden.“
„Selbst ein kleiner positiver Moment hilft, voranzukommen“
Vili betont, dass die Genesung von einer Depression selten einfach oder geradlinig verläuft.
„Selbst ein kleiner guter Moment hilft, voranzukommen“, sagt er.
Blick nach vorn
Depression ist eine komplexe und individuelle Erkrankung, und es gibt keine einheitliche Lösung, die für alle funktioniert.
Vilis Erfahrung zeigt, dass die richtige Behandlung – kombiniert mit Beständigkeit und kleinen täglichen Schritten – helfen kann, Energie, Klarheit und Orientierung zurückzugewinnen.
Selbst wenn sich Fortschritte langsam anfühlen, ist eine spürbare Veränderung möglich.